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10 Einträge (sortiert nach Künstler)
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Autor 618Kästner, Herbert (Hrsg.)
TitelUnd am Ende bleibt uns nichts als Weinen
OrtLeipzig/Nürnberg
LandDeutschland
Jahr2014
EditionLeipziger Bibliophilen-Abend / ICHverlag HÄFNER & HÄFNER
KünstlerHäfner, Johannes
TechnikLinolschnitt (mehrfarbig, von vier Platten)
AusstattungNicht paginiert, einseitig bedrucktes Leporello, 30 x 16,2 cm, Länge 134,5 cm, Leinenband, typographisch gestalteter Schutzumschlag (Handsatz)
Auflage185/250
AnmerkungenDieser Druck wurde im Auftrag des Leipziger Bibliophilen-Abends von Herbert Kästner herausgegeben. "Dieser Druck erscheint im Jahre 2014, einhundert Jahre nach des Ausbruch des Ersten Weltkrieges, und erinnert - stellvertretend für Millionen sinnloser Opfer - an vier deutschsprachige Autoren, die bereits im ersten Kriegsjahr ihr junges Leben lassen mußten." (aus dem Impressum)

Die vier Gedichte stammen von folgenden Autoren:
Alfred Lichtenstein (23.08.1889 Berlin-25.09.1914 Vermandovillers bei Reims, "Abschied"),
Ernst Stadler (11.08.1883 Colmar-30.10.1914 Zandvoorde bei Ypern, "Form ist Wollust"),
Georg Trakl (3.02.1887 Salzburg-3.11.914, Krakau, Garnisonsspital, "Im Osten"),
Ernst Wilhelm Lotz (6.02.1890 Kulm a. d. Weichsel-26.09.1914, Bouconville, "Hart stoßen sich die Wände in den Straßen"

Gesamtgestaltung, Satz, Druck und Leporellobindung von Johannes Häfner, Nürnberg. Der Band war die Jahresgabe 2014 für die Mitglieder des Leipziger Bibliophilen-Abends.
 
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Autor 634Höch, Hannah; König, Rainer; Günther, Henry (Hrsg.)
TitelHannah Höch. Das Atelier
OrtGotha/Gelbensande
LandDeutschland
Jahr2009
EditionAtelier BuchKunst der Edition Balance
KünstlerHöch, Hannah
König, Rainer
TechnikFotografien (43) im Vierfarbdruck auf Grundlage von Handabzügen; Aquarell
AusstattungAusklappbares Buch aus drei Teilen mit jeweils drei Bögen auf jedem Teil, nicht paginiert, mittlerer Bogen jeweils in den Umschlag montiert, die beiden weiteren Bögen nach links bzw,. rechts ausklappbar; auf dem linken und rechten Teil jeweils 15 Fotos (die ausklappbaren Bögen beidseitig bedruckt, der montierte Bogen mit nur drei Fotos; das Mittelteil mit nur 13 Fotos, da auf dem links ausklappbaren Blatt mittig kurze Angabe zum Buch und auf dem nach rechts ausklappbaren Blatt mittig das Impressum mit den Signaturen von König und Günther zu finden sind; 48,6 x 19,5 cm (zusammengeklappt), 48,6 x 60,2 cm (ausgeklappt); Leinenband in Leinenkassette mit zwei Einteilungen: links sechs Fotos auf drei Blatt, rechts ein broschiertes Begleitheft mit einer Einleitung des Fotografen Rainer König, dem Faksimile eines rechtlichen Dokuments, drei Texten von Hannah Höch, einer Nachbemerkung, dem Übersichtsplan des Grundstückes "An der Wildbahn 33", der Übersicht "Anordnung der Bilder" und dem Grundriß des Hauses. Weiterhin liegt rechts ein Originalaquarell von Hannah Höch bei, von ihr monogrammiert.
Auflage13/50 arabisch nummerierte Verkaufsexemplare (Nr. 1-6 Vorzugsausgabe) u. 50 röm. numm. Künstler- und Verlegerexemplare
AnmerkungenDie Fotos des Berliner Fotografen Rainer König, Neffe von Hannah Höch und ehemaliger Professor für Fotografie im Fachbereich Design an der Hochschule der Künste in Berlin, wurden unmittelbar nach dem Ableben Hannah Höchs am 31. Mai 1978 mit einer Mittelformatkamera aufgenommen.

Das Begleitheft trägt folgenden handschriftlichen Verweis des Herausgebers Henry Günther: "Die beiliegende signierte und mit Nachlaßstempel versehene Originalarbeit von Hannah Höch ist als ergänzende Vorzugsausgabe ausgewiesen und ist eine besondere Aufmerksamkeit für meinen Sammlerfreund Reinhard Grüner ...", signiert und datiert 14. Febr. 2015. Im Impressum von Rainer König und Henry Günther signiert. Herausgabe durch Henry Günther in Zusammenarbeit mit Olaf Ittershagen. Beiliegend Werbekarte zum Buch.
 
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Autor 607Hegewald, Andreas/Fleischer, Lutz/Kasten, Petra
TitelEisenbahnerehrenwort
OrtDresden
LandDeutschland
Jahr1991
EditionLeitwolfverlag
KünstlerHegewald, Andreas
Fleischer, Lutz
Kasten, Petra
TechnikSerigrafien
AusstattungNicht paginiert + vierseitiger Anhang (Leporello) mit einem Text von Dr. Hildegard Sauer, 21,4 x 13,3 cm, Kartonband mit Stempel "Vertrauliche Dienstsache" auf dem Vorderdeckel, auf dem Titelblatt zwei weitere Stempel ("Forschungsliteratur", "Der wissenschaftliche Verwendungszweck ist nachzuweisen"), im Impressum von den drei Künstlern signiert, handschriftlicher Text und Zeichnungen als Serigrafie wiedergegeben, Handdruck durch die HAUFENPRESSE Dresden
Auflage100/150
AnmerkungenDieses Künstlerbuch erschien anlässlich der Ausstellung "Nonkonforme Kunst - Illegale Bücher" im Buchmuseum der Sächsischen Landesbibliothek Dresden vom 15. September 1991 bis zum 5. Januar 1992. Die handschriftlich wiedergegebenen Texte sind - ebenso wie die Zeichnungen - absurd und fragmentarisch und scheinen nur als ironischer Seitenhieb auf den Sozialistischen Realismus der untergegangenen DDR Relevanz zu haben:
"Denk mal an die schönen/Blumen/Wieviel Zeit und wenig Geld/sie haben/wurschteln sich/durchs ganze Leben/Ohne Hirn und/manchmal ohne Wasser."
Die Sächsische Landesbibliothek sammelt diese Untergrundpublikationen seit vielen Jahren. Dr. Sauer dokumentiert in ihrem Beitrag deren Stellenwert:
"Als seismografische Aufzeichnung politischer Bewegungen innerhalb des letzten DDR-Jahrzehnts hat diese Gegenkultur zum diktierten Sozialistischen Realismus einen außergewöhnlichen Beitrag geleistet." Sie weist auch darauf hin, dass die Leipziger alternativen Veröffentlichungen (ANSCHLAG, ZWEITE PERSON) deutliche Gesellschaftskritik betreiben. Die Künstler verlassen die innere Emigration, und die "deutlich formulierte(r) Anklage" gegen das DDR-Regime wird in den letzten fünf Jahren der DDR Thema des künstlerisch-literarischen Untergrunds.
 
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Autor 469Wegewitz, Olaf u.a.
TitelBlindenbuch
Orto.O. (Leipzig)
LandDeutschland
Jahr1988
EditionWegewitz, Olaf (Selbstverlag)
KünstlerHeinze, Frieder
Huniat, Günther
Klement, Ralf
Wegewitz, Olaf
Zaprasis, Fotis
TechnikVerschiedene Techniken
Ausstattung15 Blatt, 32,5 x 26,5 cm, leinenkaschierter Pappband mit
montierter Keramik in beschriftetem Verpackungskarton
Auflage45
Anmerkungen15 Blatt: 6 Blatt in Blindenschrift von Olaf Wegewitz und je 1 Prägedruck von Ralf Klement, Frieder Heinze, Olaf Wegewitz, Fotis Zaprasis und Günther Huniat. Einbanddeckel aus Keramik mit Einritzungen von Olaf Wegewitz und Frieder Heinze, montiert auf einem mit Leinen kaschiertem Pappdeckel, Verpackungskarton handschriftlich bezeichnet und datiert. Dies ist das erste von zwei "Blindenbüchern", die in der ehemaligen DDR erschienen und die haptischen Fähigkeiten des Betrachters herausfordern. Siehe Henkel/Russ 8.
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Autor 200Rückert, Claudia/Heinze, Frieder/Müller, Frank
TitelKeramische Arbeiten und Fahnen. Katalog
OrtLeipzig
LandDeutschland
Jahr1987
EditionGalerie Theaterpassage
KünstlerHeinze, Frieder
Müller, Frank
Rückert, Claudia
TechnikVerschiedene Techniken
AusstattungNicht paginiert, 20,9 x 22, 5 cm, kartoniert mit Kordel, Steckbindung am Holzstab und einer daran befestigten Keramik, auf dem hinteren Innendeckel mit Vermerk der Auflagenhöhe und den Signaturen der Beteiligten
Auflage180 Exemplare (Impressum); 150 Exemplare laut Frank Müller (Gespräch Mai 2011 in München)
AnmerkungenKatalogbuch anlässlich der Ausstellung in der Galerie Theaterpassage 1987, herausgegeben vom Staatlichen Kunsthandel der DDR, mit Texten von Sebastian Schmidt.
Der Katalog enthält in der Form eines Zitats aus Lewis Mumfords "Mythos der Maschine" (1967/70 in den USA erschienen) versteckte Systemkritik: "Ist auch keine unmittelbare und vollständige Rettung vor dem Machtsystem möglich, am wenigsten durch Massengewalt, so liegen doch die Veränderungen, die dem Menschen Autonomie und Initiative wiedergeben werden, in der Reichweite jeder einzelnen Seele, wenn sie erst einmal aufgerüttelt ist." Dieser Katalog steht damit in der Tradition der systemkritischen Literatur der 80er Jahre, die beinahe prophetisch das nahende Ende der DDR erahnen ließ - Jahre bevor die Mauer schließlich fiel. Enhalten sind:
- eine Keramik und ein Tonobjekt in Klarsichthülle von Claudia Rückert,
- Grafiken von Frieder Heinze und Frank Müller, von Ersterem mit eingebundenem Aquarell, von Letzterem auch mit Fotos von seiner Arbeit und einem Objekt. Beiliegend ausfaltbares originalgrafisches Plakat. Dieser Katalog ist ein wunderbares Beispiel interdisziplinärer Arbeit, das zeigt, wie intensiv junge Künstler mit den unterschiedlichsten Mitteln der Kunst der Entfremdung von ihrem Staat entgegen traten.
2011 schließt Frank Müller an diesen Katalog mit seinem Künstlerbuch "Zeit entsteht" an.
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Autor 101Kowalski, Jörg/Tarlatt, Ulrich
TitelDes Kaisers Bart
OrtHalle/Bernburg
LandDeutschland
Jahr1990
EditionEdition Augenweide
KünstlerHeinze, Frieder
Süß, Klaus
Tarlatt, Ulrich
TechnikZinkografien (9, teilweise farbig)
AusstattungNicht paginiert, 36,8 x 30,4 cm, illustrierter Pappband in Pappkassette mit Schnürband, 9 signierte und teilweise datierte Zinkografien von Frieder Heinze (4), Klaus Süß (2), Ulrich Tarlatt (3). Texte (insges. 9 S.) v. H.U. Prautzsch (1 S. Einl. und 1 S. Text), J. Kowalski (2 S.), W. Bartsch (2 S.), P. Huckauf (1 S.), Th. Böhme (1 S.), F.F. Weyh (1 S.) und 2 S. über die Autoren und Künstler.
Auflage39/120 (plus 30 röm. num. Künstlerexemplare)
Anmerkungen6. Druck der Edition Augenweide
Die Geschichte Friedrichs I., genannt Barbarossa, ist ein Nationalmythos. Der Kaiser, der 1190 starb und der Sage nach seitdem im Kyffhäuser schläft, verkörperte immer die Hoffnung auf die nationale Einheit der Deutschen. 800 Jahre später, zum "Barbarossajahr 1990", erschien "Des Kaisers Bart", konzipiert als letztes deutsch-deutsches Künstlerbuch. Aus dem Vorwort von Hans-Ulrich Prautzsch: "Ungereimtheiten aber gibt es in Umbruchszeiten zuhauf und sie werden vor allem auf jenen Umstand zurückzuführen sein, nach dem es, wie Jean Thibaudeau mit Blick auf die pariser Studenten des Jahres 1968 feststellte, zuzeiten so ist, daß die Leute schneller denken als sie leben und zuzeiten schneller leben als sie denken. Nur so lassen sich die Paradoxa des letzten Jahres erklären. Die Beiträger dieser somit bevorworteten und also auch bevormundeten Anthologie wollen den Leser jedoch zu keinem der angegebenen Extreme überreden, sondern lediglich im Überschwang der Ereignisse etwas Besinnlichkeit, Nachdenklichkeit aufkommen lassen."
Am 31.7.1991 Gespräch mit U. Tarlatt über die grafische Technik Zinkografie, die im Westen ziemlich unbekannt war, aber in der DDR sehr beliebt, da man (im Gegensatz zu Lithos) die Zinkplatten in die eigene Werkkstatt tragen konnte und auch größere Formate möglich waren. Lithosteine waren in der DDR nicht leicht zu bekommen! Katalog "Zwischen den Seiten" (1992), S.66/67.
Beiliegend Faltkarte über die Buchpremiere der Künstlerbücher "Corse" und des "Des Kaisers Bart" in Hanau (Galerie 88) am 16.02.1991.
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