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Deutschland


10 Einträge (sortiert nach Künstler)
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Autor 231Silberschuh, Jan
TitelOstberliner Treppengespräche
OrtBerlin
LandDeutschland
Jahr1990
EditionKatzengraben-Presse
KünstlerTicha, Hans
TechnikOffsetdrucke
Ausstattung47 S., 22,8 cm x 17,3 cm, Pappband in japanischer Bindung, in DDR-Papiertüte, im Impressum von Christian Ewald signiert und mit dem für den Verlag typischen genähten Bindfaden versehen
Auflage908/999
AnmerkungenDieses Buch wurde am 02. Oktober 1990 um 23:59 Uhr in Berlin ausgeliefert und ist somit das letzte Buch der DDR! Eine Minute später beginnt die Geschichte des wiedervereinigten Deutschland. "Die Verursacher des Volkszorns in der Dedeer sind hinweggefegt. Ein Jahr ist es jetzt her. Schon wird es still um sie. Arbeitet das Vergessen? Das Verzeihen gar?" (S. 7). Die "Ostberliner Treppengespräche" bestehen aus 59 Dialogen des "Kreuzworträtselraters" und des "Schachspielers", die mit dem DDR-Regime abrechnen. "In diese 59 Dialoge sind die Herren Erich H. (= Honecker, Staatsratvorsitzender der DDR) und Egon K. (= Krenz, Nachfolger Honeckers) als Inspiratoren oder als Täter in schuldhafter Weise verstrickt." (S. 6)

Dialog 57 (S. 46): "Der Kreuzworträtselrater sagte: Die Deesu (= Deutsche Soziale Union) will Leihbeamte von Bonn für die Dedeer. Nur mit Hilfe erfahrener rheinischer Staatsdiener könne die Sache bei uns in Schwung kommen. Was Leihmütter sind, weiß man ja, aber Leihbeamte?
Im Prinzip dasselbe sagte der Schachspieler, die Befruchtung erfolgt außerhalb, dann wird implantiert und was geboren wird, muß sich sein Lebtag als Waise fühlen."


Beiliegend ein persönlicher Brief von Christian Ewald.
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Autor 619Keine Angaben
TitelEin Jahr
OrtHamburg
LandDeutschland
Jahr2013
Editiongriffelkunst
KünstlerTschepets, Anja
TechnikHochdrucke (bis zu 10 Farben), Mischtechnik
AusstattungNicht paginiert, Leporello (300 g/qm Alt Worms Zerkall Bütten) mit Banderole, einseitig bedruckt, 30,5 x 19,5 cm (Gesamtlänge 155,8 cm), farbige Banderole mit Angabe des Künstlernamens und des Titels
Auflagek. A.
AnmerkungenDas Leporello lässt sich sowohl als Wandbild als auch als Buch betrachten. Anja Tschepets beschäftigt sich in dem Blatt "Ein Jahr" mit dem für Japan klassischen Motiv der vier Jahreszeiten. "Die wesentlichen Elemente des japanischen Farbholzschnitts, wie klare Linienführung, stilisierte Formen, farbig gefüllte Flächen, sowie das Fehlen von Perspektive oder Schatteneffekten, finden sich auch in ihren jüngsten Arbeiten wieder." (Stephanie Bunk, in: griffelkunst Magazin 2013, Blatt E 491, S. 61)
Auf der Rückseite von der Künstlerin handschriftlich signiert.
 
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Autor 620Keine Angaben
TitelEin Tag
OrtHamburg
LandDeutschland
Jahr2013
Editiongriffelkunst
KünstlerTschepets, Anja
TechnikHochdrucke (bis zu 10 Farben), Mischtechnik
AusstattungNicht paginiert, Leporello (300 g/qm Alt Worms Zerkall Bütten) mit Banderole, einseitig bedruckt, 30,5 x 19,5 cm (Gesamtlänge 155,8 cm), farbige Banderole mit Angabe des Künstlernamens und des Titels
Auflagek. A.
AnmerkungenDas Leporello lässt sich sowohl als Wandbild als auch als Buch betrachten. "Die wesentlichen Elemente des japanischen Farbholzschnitts, wie klare Linienführung, stilisierte Formen, farbig gefüllte Flächen, sowie das Fehlen von Perspektive oder Schatteneffekten, finden sich auch in ihren jüngsten Arbeiten wieder." (Stephanie Bunk, in: griffelkunst Magazin 2013, Blatt E 491, S. 61)
Anja Tschepets beschäftigt sich in dem Blatt "Ein Tag" mit der Naturkatastrophe von Fukushima: "Man sieht auf den vier Doppelseiten das Wasser als graue Fluten kommen, über den Papierbogen wie gleichsam über die Stadt laufen und im Abfließen alles mit sich reißen. So ist das Wasser als Naturgewalt ein Bindeglied zwischen beiden Bildern (= Ein Tag/Ein Jahr), ebenso wie der Kirschblütenzweig, der in beiden Leporellos (s. o.) den Anfang darstellt." (s. o. S. 61)
Auf der Rückseite von der Künstlerin handschriftlich signiert.
 
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Autor 565Martens, Frank
TitelDer Bleistift und die Giraffe
OrtLeipzig
LandDeutschland
Jahr1998
EditionHochschule für Grafik und Buchkunst
KünstlerVardjieva-Eckardt, Dessislava
TechnikSiebdruck (mehrfarbig)
AusstattungNicht paginiert, 25,4 x 31,9 cm, Pappband, Blockbuch
Auflage24/35
AnmerkungenDas Buch wurde in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig hergestellt. Die aufregende Typografie stammt von Simone Michel. Dieses Kinderbuch bezieht seinen besonderen Reiz daraus, dass die Siebdruck-Illustrationen und der Text auf Silberpapier (Chromolux-Metallic 90g/qm) gedruckt sind. Auf der Rückseite des hinteren Deckels von der Typografin und der Künstlerin handschriftlich signiert und nummeriert.
 
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Autor 23Buchkinder-Verlag
TitelBernhard Bär & Die Robbe Rudolf (Und weitere Titel dieses Verlags und seines Ablegers Bleilaus-Verlag.)
OrtLeipzig
LandDeutschland
Jahr1997
EditionBleilaus-Verlag/Buchkinder-Verlag
KünstlerVerschiedene Künstler
TechnikVerschiedene Techniken
AusstattungUnterschiedliche Seitenanzahl und Größen, unterschiedliche Einbände
Auflage(Oft) keine Angaben zur Auflage, zumeist 10-20, aber auch 120 Ex.
AnmerkungenDiese Bücher sind von Kindern gemacht, die von Erwachsenen künstlerisch eng betreut werden. Unter anderem arbeitet die Künstlerin Susann Hoch mit diesen Kindern, berät sie bei der Textauswahl und erklärt ihnen die diversen grafischen Techniken. Die in der Rechtschreibung sehr oft "unangepassten" Texte sind erfrischend, ihre grafische Gestaltung gibt Einblicke in die überbordende Fantasiewelt von Kindern. Folgende Bücher sind vorhanden: BLEILAUS-VERLAG: 1. Tagebuch des Expeditzionzs-Team Bleilaus. Das Geheimnis Afrikas, o.J., Radierungen und Linolschnitte, 2.Knochen, Schädel und Skelette (Der Text wurde von den Kindern unter Anleitung von Angelika Kuhrt in den Werkstätten und Museum für Druckkunst Leipzig gesetzt), 1997, Auflage: 120, Bleischnitte, 3. Das Elienbuch, 2000, Auflage: 20, Linolschnitte und Radierungen, 4. Traumfabrik (Make Love not War, Die Verwandlung, Die besten Outfits, Briefe, Meine Schwester und ich), 2000, Auflage: 15, Radierungen, 5. Frühlingsgefühle, 2001, Auflage: 10, aufmontierte, handbemalte Briefumschläge mit eingelegten Briefen, 6. Pickelface & Co, nich so was wie bösewicht, 2002, 5. Auflage: 50 Deile, "Der Bleilausverlag kricht de Knete vom beklugten Kulturamt und vom überarbeiteten Arbeitsamt Leipzig" (aus dem Impressum), 7. Ausnahmezustand. Geschichten und Musik zu Weihnachten von Kindern für Kinder, 2002, 2. Auflage: 50, mit beigelegter CD, 8. Romanzen, 2002, Auflage: 20, Texte und Bilder (Linoldrucke) von Nora Haberl und Laura Därr, vorderer Buchdeckel mit Ausstanzung, durch die ein Teil der Grafik zu sehen ist. Beiliegend hs. Brief der Künstlerin Susann Hoch. BUCHKINDER-VERLAG: 1. Bernhard Bär, 2002, 10 Exemplare, handkolorierter Offsetdruck, Leporello mit Bezug aus Bärenfellimitat, 2. Die Robbe Rudolf, 2002, 20 Exemplare, Linolschnitte. Zu dem Konvolut gehört "das Bleilaus Video, das jeder kennen sollte", in mit Linolschnitten bedruckter Kassette. In der Ausstellung werden folgende Bücher gezeigt: "Bernhard Bär" und "Die Robbe Rudolf.
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Autor 89Kowalski, Jörg/Tarlatt, Ulrich (Hrsg.)
TitelCommon Sense 1991
OrtHalle/Bernburg
LandDeutschland
Jahr1991
EditionEdition Augenweide
KünstlerVerschiedene Künstler
TechnikVerschiedene Techniken
AusstattungNicht paginiert, 30,6 x 21,5 cm, Pappband mit Ausstanzung und Klappe
Auflage11/60
Anmerkungen9. Druck der Edition Augenweide. Folgende Techniken sind vertreten: zahlreiche signierte und teilweise numerierte Grafiken, Fotos, Collagen, Materialobjekte. Beiliegend maschinengeschriebener Brief von Tarlatt auf Briefpapier der "Förderanlagen- und Kranbau Köthen GmbH", signiert: "sehr gut in frankfurt verkauft, eine menge wirbel um eine landtagsausstellung von mir..." (vgl. dazu die Fotografie einer Holzplastik Tarlatts im Almanach, dazu eine Notiz aus "Der Spiegel" 45/1991). Ein auch zeitgeschichtlich hochinteressanter Almanach, u. a. mit einer Arbeit von Schlademann, dem Stasi-Auflöser für Sachsen-Anhalt und Halle auf einem Formular der Staatssicherheit, mit Holzschnitten von Tarlatt zur Wiedervereingung ("na dann", "3 big mac hoffnung"), einem Foto des "geilen deutschen Adlers" und dem in der zeitlichen Distanz ironischen Aufsatz "Psychologische Vorbereitung auf das Gefecht".
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