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10 Einträge (sortiert nach Künstler)
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Autor 564Kein Autor
TitelI. Mäzionärsbuch
OrtKeine Angaben (München)
LandDeutschland
Jahr2007
EditionSteiner, Christine (Selbstverlag)
KünstlerSteiner, Christine
TechnikMalerei
AusstattungNicht paginiert (10 Seiten inkl. Vorder- und Rückendeckel), 27,5 x 15 cm, 5 oben abgerundete Metalltafeln, die durch 5 Bohrungen mit gedrehtem Metalldraht zusammengehalten werden.
AuflageUnikatbuch
AnmerkungenAuf der vorletzten Seite mit dem handschriftlichen Hinweis "Übergabe am Nov. 07" und der Signatur der Künstlerin.

Zur Erklärung des Begriffes "Mäzionär" schreibt die Künstlerin auf ihrer Website (www.christinesteiner.de/mäzionäre vom 15.02.2013):

"Nun, was ist ein Mäzionär?
Ein Mäzionär ist jeder, der ein Mäzionärs-Bild/Zeichnung/Postkarte erwirbt und zeichnet. Also ein Mäzen, da er die Kunst unterstützt und ein Aktionär, da er sowohl Anteil hat an der Vermehrung als auch im Besitz eines Schriftstücks ist.

Inzwischen setze ich die Zeichnungen auch als Bilder um. (Ei-Tempera auf Leinwand im Format von 40 x 40 cm).

2010 sind noch dazu die Mäzionärs-Schreine entstanden. Kleine Bilder, auf Metalltafeln beidseitig bemalt, die in einem Holzgehäuse angebracht sind. Durch eine eingebaute Drehmechanik lassen sich beide Seite betrachten."

Bei diesem Buch wurden die ansonsten losen Metalltafeln zu einem Buch gebunden. Form des Buches (Tafeln oben abgerundet), Technik (häufige Verwendung von Gold) und Darstellung der Personen (z. Z. Figuren von Engeln und Heiligen) erinnern an Ikonenmalerei, obwohl sie das Element des Fantastischen und Grotesken in die Welt des Surrealismus verweist.



 
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Autor 345Hoffmann, E. T. A
TitelDer Sandmann
OrtHamburg
LandDeutschland
Jahr1978
EditionMaximilian-Gesellschaft
KünstlerStiller, Günther
TechnikLithographien (44, zweifarbig, vom Künstler auf die Druckplatten lithographiert, im Offsetverfahren gedruckt)
Ausstattung86 (+ 2) Doppelseiten, 28, 5 x 19,9 cm, Blockbuch, illustrierter Pappband
Auflage1400
AnmerkungenVeröffentlichung der Maximilian-Gesellschaft. Jahresgabe für die Mitglieder 1977. Auf Hahnemühle Bütten gedruckt
 
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Autor 38Henkel, Jens/Weise Bernd (Hrsg.)
TitelReflexionen V: Ulrich Tarlatt
OrtKarl-Marx-Stadt (Chemnitz)
LandDeutschland
Jahr1989
EditionEdition Galerie oben
KünstlerTarlatt, Ulrich
TechnikHolschnitte (18 + Titelblatt), davon 5 mehrfarbige
Ausstattung31 Blatt, 21,2 x 22,3 cm, Pappband, Einbandpapier mit Farbholzschnitt, Schuber, 5. Band der Reflexionen, Exemplar der Vorzugsausgabe mit zusätzlich beiliegendem Holzschnitt auf selbstgeschöpftem Bütten, im Impressum von Ulrich Tarlatt signiert
Auflage6/30 der Vorzugsausgabe (+ 100 Verkaufsexemplare)
AnmerkungenTarlatts expressive, wilde Holzschnitte entsprechen der Unruhe dieser Zeit. Die sieben von ihm verfassten visuellen Texte in zweifarbigem Handsatz und unterschiedlicher Schriftgröße dekonstruieren die Sinnhaftigkeit von Sprache. Die Notwendigkeit neuer sprachlicher Chiffren in einem neuen Staat verlangt die Zerstörung der alten Sprachlichkeit.

"MARGIN
Der Verleger
DESPOT
Publiziert die Beileidsbezeugung
BAMBINO
Des Gewaltherrschers
EDITOR
Nur am Rand
KONDOLENZ
Wird die Bewegung des kleinen Kindes
MOVIMENTO
Erwähnt"

Am Ende des Buches eine Selbstcharakterisierung des Künstlers (Auszüge):

"ULRICH TARLATT

unbequem
lüstern ...
conträr ...
anational ...
tolerant ...
träumerisch"

 
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Autor 84Borges, Jorge Luis
TitelDer Bücherwächter
OrtHalle/Bernburg
LandDeutschland
Jahr1993
EditionEdition Augenweide
KünstlerTarlatt, Ulrich
TechnikHolzschnitte (8, mehrfarbig) auf aquarellierten Seidenpapieren
AusstattungNicht paginiert, 7,5 x 15 cm, Pappband
AuflageIII/VIII (Künstlerexemplare); (Gesamtauflage 50)
Anmerkungen14. Druck der Edition Augenweide. Einband mit Unikatcharakter: Pappband (griechischer Verpackungskarton mit Resten von Klebestreifen) mit Bleiecken und offener Fadenbindung, Holzschnitte auf weißem Papier auf die Außen- und Innenseite des Vorder- und Rückendeckels collagiert, zwei Schnüre zum Zusammenbinden der Deckel, alte kretische Tonscherbe an der Schnurbindung des Vorderdeckels befestigt. Durch Verwendung unterschiedlicher Einbandpappen, verschieden aquarellierter Innenseiten und variierender Schriftzeichen hat jedes Buch Unikatcharakter. Bei dem aquarellierten Papier handelt es sich um bedruckte und beschriebene griechische Bankakten. Der Text wurde mit Schreibmaschine auf Seidenpapier geschrieben, die Holzschnitte sind Darstellungen der sog. Linear-B-Schrift, die in Kreta ca. 1500 v. Chr. verwendet wurde. Im Impressum von Tarlatt signiert.
Beiliegend signierte aquarellierte Karte mit Text Tarlatts.
hortus animae 2.14
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Autor 87Hölderlin, Friedrich
TitelGebetbuch I (Beschwörung)
OrtHalle/Bernburg
LandDeutschland
Jahro. J. (1994)
EditionEdition Augenweide
KünstlerTarlatt, Ulrich
TechnikZinkografien
AusstattungNicht paginiert, 16,5 x 12,4 cm, Pappband
Auflage6/50
Anmerkungen18. Druck der Edition Augenweide. Einband mit montiertem Titelschild, lose eingelegt in einer Hülle aus gebeiztem Fensterleder, zweifarbig bedruckt mit nepalesischen Stempeln (Ungeheuer, betende Hände), mit Lederbändern. Das Gittermuster auf Umschlag und Papier besteht aus Zinkografien. Anlaß für diesen Band war die schwere Krankheit Guillermo Deislers, eines engen Freundes Tarlatts. Als Antwort darauf wurde die zwölfmal wiederholte Beschwörungsformel ("nein/sie klirren nicht"), die sich auf Hölderlins Gedicht "Sprachlos und kalt, im Winde/klirren die Fahnen" bezieht, auf das Papier collagiert, um auf diese Weise die Kraft des Lebens wachzurufen. Archaische Aufmachung (gebrochener Buchrücken, Leder), Thematisierung des Eingeschlossenseins, der Angst (Gittermuster, "Hälfte des Lebens") und der Hoffnung (Beschwörungsformel).
hortus animae 2.18
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Autor 90Kowalski, Jörg/Tarlatt, Ulrich
TitelCluster
OrtHalle/Bernburg
LandDeutschland
Jahr1991
EditionEdition Augenweide
KünstlerTarlatt, Ulrich
TechnikSiebdrucke (8, farbig)
AusstattungNicht paginiert, 38,8 x 22,8 cm, Pappband mit aufkaschierten Zeitungsausschnitten und darübergelegtem fünffarbigem Siebdruck, Schraubbindung mit zwei Holzleisten und Messingschrauben, zwei Schnüre zum Zusammenbinden der Deckel, Leporello, im (privaten) Plexiglasschuber, im Impressum von Kowalski und Tarlatt signiert, 10. Druck der Edition Augenweide, hortus animae 2.10
Auflage29/35
AnmerkungenKowalski und Tarlatt arbeiten in diesem Buch mit Zeitungszitaten der Wendezeit: "Wortcluster", "die willkürlich ausgewählten worte und satzbruchstücke aus DDR-zeitungen des jeweiligen monats zwischen september 89 und april 90 belegen die kaum wahrnehmbaren veränderungen der alltäglichen sprachklischees" (aus dem Impressum). Der Druck des Endlostextes erfolgte im Siebdruckverfahren auf Packpapier, die Schlüsselbegriffe wurden von Tarlatt farbig hinterlegt. Die für die Edition Augenweide untypischen Rechtschreibfehler sowohl im Impressum (dort ausgebessert!) als auch im Text verweisen möglicherweise auf die Zerstörung der Sprache, damit auch der DDR-Kultur, die mit dem Ende der DDR einhergeht.

Beiliegend Künstlerbrief von Tarlatt an R. Grüner ("vermutlich wird sich bei dir geld sinnlos stapeln... kowalski hat die sprachveränderungen in der presse über ein halbes jahr der wende zu sammengestellt (!)" auf der Rückseite einer künstlerischen Arbeit Tarlatts. Weiterhin liegt ein signierter, übermalter und beschrifteter Holzschnitt von Tarlatt bei.
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