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Frankreich


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Autor 584Verschiedene Autoren
TitelScenes de la vie privee et publique des animaux
OrtParis
LandFrankreich
Jahr1856
EditionMarescq et Compagnie
KünstlerGrandville, J. J.
TechnikHolzstiche
Ausstattung218 S., 30,2 x 22 cm, Halbleder mit Titelprägung in Gold, Buchrücken etwas beschädigt, manche Seiten fleckig
Auflagek. A.
Anmerkungen"Grandville war berühmt für seine Darstellungen von Mischwesen, hauptsächlich von Menschen mit Tierköpfen und Tieren mit Menschenköpfen; er zeichnete aber auch Kombinationen von Menschen mit Pflanzen oder von Menschen mit Maschinen oder er verband Teile von völlig unterschiedlichen Tieren miteinander. Der Künstler kannte und schätzte die Arbeiten des Schweizer Schriftstellers und Philosophen Johann Caspar Lavater (1741-1801), der 1775 in seinem Werk ’Physiognomische Fragmente’ ... eine Anleitung geliefert hatte, aus Gesichtszügen und Körperformen bestimmte Charaktere zu erkennen. 1788 veröffentlichte der Schweizer Gelehrte seine Schrift ’Konstruierte Karikaturen und Metamorphosen’, Studien über die Vergleichbarkeit menschlicher Gesichter mit den Köpfen von Tieren. Diese Theorien wurden zu Grandvilles Zeit lebhaft diskutiert. Anders als Lavater, der auf eine allgemeine Typisierung abzielte, beschäftigte Grandville sich jedoch mit einzelnen, bestimmten Individuen, die er auch durch Kleidung und Utensilien in ein konkretes historisches Umfeld stellte.

Seine Zeichnungen verbinden genauesten Realismus in den Details mit phantastischen Zusammenstellungen und satirischen Inhalten. Eine Voraussetzung für derartige Arbeiten war intensive Naturbeobachtung. Grandville betrieb seine Studien hauptsächlich im Pariser Jardin des Plantes, aber auch in der eigenen Wohnung. Alexandre Dumas berichtet in seinen Memoiren von Besuchen bei Grandville, wo er Kanarienvögel, Goldfische und Eidechsen vorfand, Grandvilles Freund und Biograf Samuel Clogenson erwähnt Katzen in den verschiedenen Wohnungen des Zeichners und sah Frösche als Studienobjekte auf dem Tisch. Bei aller naturwissenschaftlicher Genauigkeit wird schon an manchen Studienblättern das Interesse Grandvilles erkennbar, Parallelen zum Menschlichen herzustellen. Beispielhaft dafür ist die Zeichnung einer sitzenden Spitzmaus, deren Haltung diesem Tier eigentlich nicht möglich ist."

(Wikipedia, Grandville, abgerufen 20.04.2013)
 
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Autor 586Karr, Alphonse; Delord, Taxile; Foelix, Le Comte
TitelLes Fleurs Animees
OrtParis
LandFrankreich
Jahr1867
EditionGarnier Freres
KünstlerGrandville, J. J.
TechnikStahlstiche (handkoloriert) Holzschnitte
Ausstattung324 S., 27,3 x 18,4 cm, roter Ganzlederband mit Rückenprägung in Gold und Blindprägung auf beiden Deckeln, Rundumgoldschnitt, Band 2 von zwei Bänden
AuflageKeine Angaben
AnmerkungenBand 2 mit zahlreichen Holzstichvignetten und Initialen und 22 kolorierten, zum Teil gefirnißten Tafeln in Stahlstich nach Zeichnungen Grandvilles, gestochen von Ch. Geoffroy. Der Begleittext stammt von Taxile Delord, dem Chefredakteur der Zeitschrift "Charivari", die Einleitungen verfassten Alphonse Karr und Graf Foelix. Die Blumen versammeln sich im Palast der Blumenfee und bitten darum, auf der Erde ein menschliches Leben führen zu dürfen. Das Buch berichtet darüber, wie es ihnen auf der Erde ergeht.

(siehe auch: Langemeyer, Gerhard (Hrsg.), Bilderwelten. Französische Illustrationen des 18. und 19. Jahrhunderts, Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund, Dortmund, 1985, S. 166-168.)

"Im Jardin des Plantes und auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise entstanden intensive botanische Studien als Grundlage für jene Illustrationen, in denen Pflanzen zu menschlichen Formen und Verhaltensweisen mutierten. Ein wesentliches Beispiel dafür ist, neben ’Une autre monde’, das Buch ’Les Fleurs animées’ (’Die Seele der Blumen’) von 1846/47, wieder mit Texten von Taxile Delord. Darin erscheinen Blumen als elegante Damen, ihr Gestus entspricht den tatsächlichen oder symbolisch zugeschriebenen Eigenschaften der verschiedenen Blütenpflanzen."

(Wikipedia, "Grandville", abgerufen 20.04.2013)
 
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